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30. Jun 2017 20

HO17: Luftgekühlte Highlights in Hessisch Oldendorf

In der Luft lag der Duft von Benzin. Das klassische Rasseln, Knattern und Bollern von luftgekühlten Vierzylinder-Motoren bestimmte die Geräuschkulisse im beschaulichen Hessisch Oldendorf. Am vergangenen Wochenende gastierten mehr als 60.000 Besucher mit 900 klassischen Volkswagen beim unterdessen legendären internationalen Veteranen-Treffen an der Weser – Rekord. Mittendrin statt nur dabei: die Autostadt aus Wolfsburg und Volkswagen Classic. Die Oldtimer-Abteilung von Volkswagen Nutzfahrzeuge reiste samt Vorstandsetage an.
  HO17: Brezelfenster-Parade.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Alexander Voigt

HO17: Brezelfenster-Parade. Foto: Auto-Medienportal.Net/Alexander Voigt

„Wir sind stolz darauf, die Welt hier in Hessisch Oldendorf zu Gast haben zu dürfen“, sagte Bürgermeister Harald Krüger und verwies damit auf einen gelben Käfer und einen T1. Es waren die luftgekühlten Modelle mit der weitesten Anreise. Insgesamt drei Monate und 20.000 Kilometer liegen hinter fünf Enthusiasten aus Malaysia, nachdem sie auf eigener Achse angereist sind.
Das alle vier Jahre stattfindende „HO“-Treffen geht auf eine Initiative der Familie Grundmann zurück. Traugott Grundmann ist alter Jagdflieger. Während seiner Dienstzeit in den USA begann er, alte Volkswagen zu sammeln und brachte sie schließlich mit nach Hause nach Stadtoldendorf. Zusammen mit seinem Sohn Christian ist er eine treibende Kraft hinter der Veteranen-Veranstaltung. Ein Highlight war für viele Besucher sicherlich die Ausfahrt von mehr als zehn Volkswagen Typ 166 Schwimmwagen. Sie absolvierten sprichwörtlich eine Strecke vom Typ Stadt, Land, Fluss. In einem Rundkurs führte sie ihre Route von Hessisch Oldendorf über Hameln, durch die Weser zurück zum Zentrum des Veteranentreffens. Am Fähranleger im Ortsteil Großenwieden herrschte bei ihrer Ankunft Volksfeststimmung.
Am Nachmittag sammelten sich wieder alle Teilnehmer gemeinsam mit ihren Klassikern in den engen Straßen der Altstadt. Stoßstange an Stoßstange schoben sich unzählige VW T1 ihren zugewiesenen Parkplätzen – direkt vor den kleinen Fachwerkhäusern – entgegen. So ein Straßenbild hat es noch nicht einmal in den 1950er- oder 1960er-Jahren gegeben.
Die Autostadt brachte neben seltenen Prototypen des späteren Käfers auch ein Schnittmodell aus dem Jahr 1947 mit zur Veranstaltung. Am Stand auf dem zentralen Kirchplatz konnten Kinder auf einem Mini-Beetle-Simulator ihren ersten „Führerschein“ erwerben. Volkswagen Classic präsentierte mit Herbie einen echten Filmstar aus den 1960er-Jahren. Die Leinwand-Helden ein Jahrzehnt zuvor fuhren gerne ein Hebmüller-Cabriolet. Mehr als sechs Exemplare dieses wohl schönsten Käfers standen nebeneinander an zentraler Stelle und präsentierten ihren wunderschönen „Rücken“.

Text: ampnet – 28. Juni 2017
von Tim Westermann
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