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20. Jun 2018 20

Skoda-Sonderlauf mit 21 Klassikern am Sachsenring

Skoda wird mit 21 Fahrzeugen bei der ADAC Sachsenring Classic (22.-24.6.2018) teilnehmen. Die Marke geht bei der fünften Auflage der Klassikerveranstaltung mit dem 130 RS an den Start. Dazu kommen 20 sportliche Modelle aus Privatbesitz, darunter der 1000 MB und der 110 R.
Skoda 130 RS (1976).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Skoda 130 RS (1976). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Der ab 1975 gebaute Skoda 130 RS hat den Spitznamen „Porsche des Ostens“ und gilt als das erfolgreichste Rallye- und Rundstreckenfahrzeug des ehemaligen Ostblocks. Zu den größten Triumphen zählen der Sieg in der Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sowie der Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo 1977 in der Kategorie bis 1300 Kubikzentimeter Hubraum. Der 1,3-Liter-Vierzylinder mit OHV-Ventilsteuerung und rund 140 PS Leistung beschleunigt den agilen Hecktriebler auf bis zu 220 km/h. Der Wagen gilt als Vorläufer der sportlichen RS-Modelle der tschechischen Marke.
Skoda 130 LR (1986).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Skoda 130 LR (1986). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Zu den weiteren präsentierten Klassikern aus Privatbesitz zählt unter anderem der Skoda 1000 MB, der 1964 sein Debüt feierte. Es war das erste Modell mit Heckantrieb, Heckmotor und selbsttragender Karosserie. Der geräumige Viertürer war zu seiner Zeit eines der besten Fahrzeuge der Ein-Liter-Klasse und setzte Maßstäbe in Sachen Komfort, Leistung und Technik. Bei der Sachsenring Classic starten auch einige Besitzer eines Skoda 130 LR. Dieses für die Rallye-Weltmeisterschaft konzipierte und in der vom Reglement geforderten Kleinserie produzierte Modell ging ab 1986 in der technisch sehr liberalen Gruppe B an den Start und beerbte den 130 RS. Allerdings stand die viertürige Limousine mit Heckantrieb und 1300-ccm-Saugmotor gegen die Allrad-Turbomonster jener Zeit auf verlorenem Posten.
Skoda 110 R (1970).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Skoda 110 R (1970). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Der Skoda 110 R löste schon bei seiner Markteinführung 1970 als einziges Großserien-Sportcoupé im gesamten Ostblock großes Interesse aus. Der 110 R basiert auf der Stufenhecklimousine S 100 und besitzt einen 62 PS (46 kW) starken 1,1-Liter-Vierzylinder. Das unter 900 Kilogramm leichte Coupé beschleunigt auf bis zu 145 km/h. Mit Sportsitzen, Sportlenkrad, drei zusätzlichen Rundinstrumenten auf dem Armaturenbrett sowie den rahmenlosen Türfenstern stieg der heckgetriebene 110 R schnell zum Traumwagen der Ostbürger auf. Auch als Rallye-Auto war er bei Privatfahrern im Osten sehr begehrt. Zudem bildete er die Basis für den legendären 130 RS.
Skoda 1000 MB (1964).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Skoda 1000 MB (1964). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

Die insgesamt 21 Skoda-Modelle gehen am Sachsenring in einem Sonderlauf gemeinsam mit Fahrzeugen aus der Traditionsabteilung der Schwestermarke Audi an den Start. Der siebenmalige deutsche Rallyemeister Matthias Kahle wird dabei einen 130 RS pilotieren.

Text: ampnet/jri
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