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31. Jan 2019 20

917 und 914 feiern ihren Fünfzigsten im Porsche-Museum

Zwei 50-jährige Jubiläen und ein runder Geburtstag sowie eine dynamische „Heritage Experience“ werden das Jahr im Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen prägen. Der Porsche 917, einer der berühmtesten Rennwagen überhaupt, wurde der Weltöffentlichkeit erstmals 1969 auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert. Bereits ein Jahr später holte Porsche den ersten von insgesamt 19 Gesamtsiegen bei den 24 Stunden von Le Mans nach Zuffenhausen. Im Rahmen einer der umfangreichsten Sonderausstellungen „Colours of Speed – 50 Jahre 917“ werden vom 14. Mai bis 15. September zehn 917-Modelle gezeigt.
Porsche 917 mit der Chassis-Nummer 001 von 1969.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Porsche 917 mit der Chassis-Nummer 001 von 1969. Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Unter den Exponaten befindet sich auch das allererste gebaute Exemplar mit der Chassis-Nummer 001, das das Team der Museumswerkstatt nach mehrjähriger Arbeit in den Ursprungszustand seiner Weltpremiere von 1969 zurückversetzt hat.
Ebenfalls vor 50 Jahren, im Herbst 1969 wurde der 914 auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt als erster Mittelmotor-Seriensportwagen Deutschlands vorgestellt. Es gab zwei Varianten: das Modell 914 mit Vierzylinder als VW-Porsche und der 914/6 mit Sechs-Zylinder-Boxer als Porsche. Die Sonderschau „50 Jahre 914 – Typisch Porsche“ ist vom 2. Juni bis 7. Juli zu sehen. Am Eröffnungssonntag kommt auf Einladung des Museums zudem die Clubszene mit über 120 privaten 914-Modellen auf dem Vorplatz zusammen.
Porsche 914 (1969–1976).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Porsche 914 (1969–1976). Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

In ein völlig neues Marktsegment startete Porsche 2009 mit dem Panamera, der ersten viertürigen Limousine des Sportwagenherstellers. Zum zehnjährigen Bestehen der Baureihe werden in Zusammenarbeit mit dem Museum im Kundenzentrum des Porsche-Werks in Leipzig im Frühjahr acht Exponate zu sehen sein, vom ersten Prototypen bis hin zum aktuellen Modell.
Auch außerhalb von Mauern können Fans auf die Marke und ihre Historie treffen: Den Auftakt bildet die Oldtimermesse Retro Classics vor den Toren Stuttgarts. Vom 7. bis 10. März präsentiert sich der Sportwagenhersteller in diesem Jahr in der Halle 1. Das Porsche-Museum betreibt eine lebendige „Heritage Experience“ in Kombination mit Fahrzeugen und ehemaligen wie auch aktiven Rennfahrern und Entwicklern: Ein fester Termin im Kalender ist das „Festival of Speed“ im englischen Goodwood, das in diesem Jahr vom 4. bis 7. Juli stattfindet. Beim weltweit größten Zusammentreffen der Motosportszene wird der leichteste Rennwagen aus Zuffenhausen nach 51 Jahren Ruhestand den berühmten „Hillclimb“ absolvieren: Der 909 Bergsypder von 1968 bringt dank dünner Kunststoffhaut, Aluminiumrahmen, Beryllium-Bremsscheiben und einem Kugeltank nur 384 Kilogramm auf die Waage. Mit dem 909 Bergspyder startete Porsche 1968 in der Rennwagen-Klasse der Europa-Bergmeisterschaft. Bei nur zwei Renneinsätzen belegte er die Plätze zwei und drei.
Porsche 909 Bergspyder von 1968.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Porsche 909 Bergspyder von 1968. Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Zudem kommen die Rennwagen und historischen Modelle aus der Unternehmenssammlung zur „Solitude Revival“ am Wochenende des 20. und 21. Juli. Auf dem legendären Solitudering bei Stuttgart pilotieren ehemalige Renn- und Werksfahrer die Klassiker aus der markeneigenen Fahrzeugsammlung. In Anlehnung an die Originalstrecke werden auf den speziell für diesen Anlass gesperrten Verkehrsstraßen unter anderem der 804 Formel 1 von 1962, der Monoposto 718 Formel 2 von 1960 sowie der 550 Spyder aus dem Jahr 1956 gefahren. Direkt im Anschluss startet das Porsche-Museum vom 24. bis 27. Juli bei der „Ennstal Classic“ in Österreich mit einer Auswahl verschiedener Klassikern. Die Zuschauer können dabei eine ganz besondere Premiere erleben: Der Porsche 908/2 von 1969 wird nach aufwändiger Restaurierung in der Museumswerkstatt seine ersten Kilometer beim Stadt-Grand-Prix in Gröbming einfahren.
Porsche 804 Formel 1 von 1962.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Porsche 804 Formel 1 von 1962. Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Vom 16. bis 20. Oktober präsentiert die „Edition Porsche Museum“ zudem auf der Frankfurter Buchmesse eine große Auswahl an eigenen Publikationen sowie verschiedenen Verlagskooperationen. So werden unter anderem umfangreiche Lektüren zu den beiden 50-Jahre-Jubiläen des Porsche 917 und 914 im Buchhandel wie auch im Museumsshop im Laufe des Jahres erhältlich sein.
Werkstatt des Porsche-Museums: Porsche 914/6 (1969).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Alexander Voigt

Werkstatt des Porsche-Museums: Porsche 914/6 (1969). Foto: Auto-Medienportal.Net/Alexander Voigt

Unter dem Begriff „Mission Future-Heritage“ wird das Museum in Zukunft verstärkt über moderne Kanäle die Herkunft und damit die Erfahrung von Porsche im Automobilbau aufzeigen. So wird das Angebot als außerschulischer Lernort für junge Besucher digital ausgebaut: Die neue App „Teamspirit“ mit den drei Schwerpunkten „Aerodynamik und Leichtbau“, „Motortechnik“ sowie „Automobildesign“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis zwölf. Dabei können sie auf bereitgestellten iPads in Teams verschiedene Aufgaben rund um Historie, Produktpalette und technische Entwicklungen des Unternehmens lösen. In enger Zusammenarbeit mit dem Verlag Klett MINT wurden die Inhalte an den Bildungsplan von Baden-Württemberg ausgerichtet. Im nächsten Schuljahr sollen die „Teamspirits“ um das Zukunftsthema Elektromobilität erweitert werden. Ein „Teamspirit“ dauert 90 Minuten und kostet 75 Euro für eine Schulklasse von bis zu 30 Schülern.
Das Porsche-Museum ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Text: ampnet/jri
Das Porsche-Museum in Stuttgart.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Das Porsche-Museum in Stuttgart. Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

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